Brustkrebs-Diagnostik

Mammographie

Mammographie bezeichnet die Untersuchung der weiblichen Brust mit Hilfe von niedrig dosierten Röntgenstrahlen. Diese Methode ist der Grundpfeiler der Brustkrebsdiagnostik und trägt immens dazu bei, Brustkrebs früh erkennen und behandeln zu können.
Neben Untersuchungen im Rahmen der Früherkennung und bei Beschwerden / Verhärtungen der Brust führen wir auch Nachsorgeuntersuchungen durch.

Vielleicht wichtig für Sie: Auf Wunsch werden Sie ausschließlich von Ärztinnen untersucht.

Zur Früherkennung von Brustkrebs erhalten bundesweit Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine Einladung zum Mammographiescreening. Für Paderborn und Umgebung finden diese Untersuchungen in unserem Mammographiescreeningzentrum statt, welches sich nur eine Etage über der Radiologie am Theater am Neuen Platz in Paderborn befindet.

Unser über viele Jahre eingespieltes Mammographieteam besitzt eine große Erfahrung in der Diagnostik der weiblichen Brust. Seit über 20 Jahren führen wir die Doppelbefundung von Mammographieaufnahmen durch. Dies ist für Sie von besonderem Vorteil, denn es bedeutet, dass sämtliche Mammographien von zwei auf das Gebiet der Mammographie spezialisierten Radiologen unabhängig voneinander beurteilt werden.
Wir nutzen digitale Vollfeldmammographiesysteme mit Tomosynthese-Option (3D-Mammographie). Diese kommen im Gegensatz zu herkömmlichen oder gewöhnlichen digitalen Speicherfoliensystemen ohne Filmkassetten aus. Das Verfahren garantiert höchste Bildqualität neben maximaler Dosisersparnis.

Unser Spektrum:

  • digitale Vollfeldmammographie, Vergrößerungsaufnahmen
  • als ergänzende Maßnahmen: Ultraschall, MR-Mammographie
  • Galaktographien (Darstellung der Brustdrüsengänge mit Kontrastmittel)
  • durch Ultraschall gesteuerte Biopspien (Probeentnahmen mit Titanclipmarkierungen)

 

Wie wird eine Mammographie durchgeführt?

In der Radiologie am Theater erstellen wir, wie es die allgemein gültigen Leitlinien für eine sachgerechte Untersuchung vorsehen, grundsätzlich von jeder Brust zwei Aufnahmen in jeweils zwei Ebenen. Vor jeder Untersuchung schaut sich die Ärztin bzw. der Arzt die Brust auf Veränderungen der Haut oder der Form hin an und tastet anschließend gründlich ab. Bei der anschließenden Mammographie wird die Brust vorsichtig komprimiert.
Dabei gilt: Je größer die Kompression ist, desto besser ist die Auflösung des Bildes und desto geringer die Strahlenbelastung. Die Vorgehensweise wird Ihnen während der Untersuchung von der radiologischen Assistentin erklärt. Es wird dabei nur so stark komprimiert, wie Sie es ohne Schmerzen tolerieren.

Nach der Untersuchung teilt Ihnen die zuständige Radiologin bzw. der zuständige Radiologe das vorläufige Ergebnis der Untersuchung mit. Da bei uns, wie oben gesagt, grundsätzlich jede Mammographie von zwei Ärzten unabhängig voneinander beurteilt wird, handelt es sich um ein „vorläufiges“ Ergebnis. Den endgültigen Befund schicken wir dem überweisenden Arzt zeitnah zu. Sollten sich einmal Änderungen zwischen „vorläufigem“ Befund und endgültigem Befund ergeben , setzen wir uns mit Ihnen oder dem überweisenden Arzt in Verbindung. Dieses kommt aber nur in den seltensten Fällen vor.

Ultraschall in der Mammadiagnostik

Sollten wir im Rahmen der Mammographie noch zusätzliche Erkenntnisse benötigen, nutzen wir den Ultraschall als Ergänzung.
In Einzelfällen kann es auch sein, dass Ihr überweisender Arzt Sie ausschließlich zu einer sonographischen Kontrolle anmeldet. Wir weisen darauf hin, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen die alleinige Ultraschalldiagnostik zur Brustkrebs-Diagnostik nicht ausreichend ist und entsprechend auch keiner gängigen Leitlinie entspricht.

 

Biopsie / Gewebeentnahme

Stellen wir bei den Untersuchungen auffällige Veränderungen fest, vereinbaren wir mit Ihnen nach Absprache mit dem behandelnden Arzt kurzfristig einen Termin für eine Gewebeentnahme.

Unter Ultraschallkontrolle wird zunächst die Veränderung aufgesucht. Anschließend wird unter örtlicher Betäubung eine Biopsienadel bis zur Veränderung eingebracht und mehrere Proben entnommen. Anschließend wird der Befund häufig noch mit einem Titanclip markiert, um zu gewährleisten, dass die auffällige Stelle tatsächlich erfasst wurde und um bei einer eventuell notwendigen Operation den Befund sicher wiederzufinden. Die Gewebeanteile lassen wir in einem spezialisierten Labor untersuchen. Sobald wir das Ergebnis bekommen, teilen wir dieses auf Wunsch Ihnen oder Ihrem überweisenden Arzt mit, der sich dann mit Ihnen zur Befundmitteilung und Besprechung der Therapie in Verbindung setzt. So erhalten Sie minimalinvasiv / schonend sehr schnell eine sichere Diagnose, ohne dass gleich operiert werden musste.


Haben Sie dazu Fragen? Wir beraten Sie gern. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie noch heute einen Termin.